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 Das Leben im Mittelalter

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Was ist das wirklich Interessante an vergangenen Zeiten? Sicher nicht die Aufzählung von Kriegen, Persönlichkeiten und Ereignissen, die wir in der Schule jahrelang vorgesetzt bekommen, sondern das tatsächliche Leben des "kleinen Zeitgenossen", wie wir selbst auch sind. Hier beleuchten wir den Alltag auf teils humoristische, teils ernsthafte Art, aber immer topspannend. Also- weg mit den Geschichtsbüchern, hier werden die alten Zeiten lebendig!

Terry Jones im Mittelalter

Terry Jones, bekannt als Mitglied dr Komikertruppe Monty Python, beleuchtet in halbstündigen Folgen historische Figuren und Berufe des Mittelalters und klärt den Zuschauer auf was Mythos und was Realität ist. Dabei räumt er mit Klischees, historischen Ungenauigkeiten, Falschdarstellungen, sowie mit nachträglichen Romantisierungen und Verklärungen der Neuzeit auf. Obwohl Jones die Reihe humorisitisch moderiert, kommt dabei die historische Korrektheit nicht zu kurz.

1 ...als Burgfräulein


1 ...als Burgfräulein
Wie sah das Leben der Burgfräulein aus? Waren sie wirklich so hilflos und zerbrechlich wie oftmals geschildert?

2 ...als Ritter


2 ...als Ritter
Wie sah das Leben der Ritter aus? Waren sie wirklich die edlen Helden in glänzender Rüstung, als die sie heute gerne dargestellt werden?

3 ...als Philosoph


3 ...als Philosoph
Wie sah das Leben der Philosophen in einer Periode der düsteren Ignoranz und des Aberglaubens aus? Wussten sie nicht weit mehr über das Leben und ethische Anschauungen, als man heute glaubt?

4 ...als Minnesänger


4 ...als Minnesänger
Wie sah das Leben der Minnesänger aus? Wie stellt man sich diese Künstler der Ritterzeit vor? Wahrscheinlich als reisende Sänger, die recht schwächlich und verschreckt auftraten. Doch waren sie wirklich so?

5 ...als König


5 ...als König
Wie sah das Leben als König aus? War König Richard I., auch König Löwenherz genannt, wirklich der Gute, als der er in den Geschichtsbüchern hingestellt wird? Und war Richard II. wirklich der grausame Kindsmörder und Bösewicht?

6 ...als Gesetzloser


6 ...als Gesetzloser
Wie sah das Leben als Gesetzloser aus? Entgegen der Legende von Robin Hood waren die Gesetzlosen meist Leute aus dem Junkertum, die vor allem arme Menschen ausraubten, um die Beute den Reichen zu geben.

 Die Stadt im späten Mittelalter

Wie lebten die Menschen im späten Mittelalter? Was waren ihre Wünsche, was ihre Nöte und Sorgen? Die fünf Filme der Reihe "Die Stadt im späten Mittelalter" vermitteln einen Eindruck vom städtischen Dasein in der Zeit um das Jahr 1500. Aufwändige Spielszenen, Dokumentationsteile und authentische Abbildungen veranschaulichen das alltägliche Leben von Handwerkern, Nonnen oder Kaufleuten.

1. Höllenangst und Seelenheil


1- Höllenangst und Seelenheil
Ausgehend von der Reise eines Pilgers -- als Ausdruck seiner Bereitschaft zu Buße und Umkehr -- beschreibt der Film das Weltbild der Menschen im Mittelalter. Zentrale Lebensauffassung ist der Glaube an Gott, denn das diesseitige irdische Leben gilt lediglich als Durchgangsstadium ins Jenseits. Gründe für die fehlende Zukunftssicherheit sind Naturkatastrophen, schlechte hygienische Zustände, Hunger und Krankheit, zum Beispiel Lepra und Pest, und daraus resultierend die Allgegenwärtigkeit des Todes. Ein weiterer Aspekt ist die Darstellung des Lebens im Kloster, das als Ort des Gottesdienstes und der Karitas gesehen wird. Exemplarisch wird die Armenspeisung vor den Klostermauern und die Bedeutung der klostereigenen Spitäler erklärt. Am Ende zeigt der Film am Beispiel des Ablasshandels die Fehlentwicklungen auf, die sich aus der Monopolstellung der Kirche als einziger Mittlerin zwischen Arm und Reich, zwischen Diesseits und Jenseits ergeben und zur Reformation führen.

2. Mauern, Brunnen, Galgenstricke


2- Mauern, Brunnen, Galgenstricke
Der Film gibt eine Vorstellung von den Zusammen-hängen zwischen Recht, Ordnung und Pflicht, in die der Bürger einer mittelalterlichen Stadt eingebunden war. Herausgearbeitet werden diese Begriffe anhand der konkreten und symbolischen Bedeutung einzelner städtischer Anlagen: der Stadtmauer als sichtbarer Grenze des städtischen Wehr- und Rechtsbereichs, der Wasserversorgung als wichtiger Voraussetzung für das Städtewachstum und des Galgens als Zeichen der auf Abschreckung beruhenden mittelalterlichen Gerichtsbarkeit. Mit der Ausweitung des Stadtrechts erhalten die Städte eine eigene Gerichtsbarkeit, an deren Spitze der Stadtrat mit dem Bürgermeister steht.

3. Handel, Handwerk, Marktgeschehen


3- Handel, Handwerk, Marktgeschehen
In sechs Abschnitten gibt der Film Einblick in das kommerzielle Leben einer mittelalterlichen Stadt. Am Anfang steht das Leben der Handwerker am Beispiel der Stofferzeugung beziehungsweise des Weinbaus. Der Alltag ist durch die enge Verbindung von Leben und Arbeit gekennzeichnet, aber auch durch die Zugehörigkeit der Handwerker zu den Zünften. Wichtigster Warenumschlagplatz ist der Markt und wichtigstes Zahlungsmittel das Geld. Von einer einheitlichen Währung ist man im Mittelalter aber weit entfernt. Jede Stadt mit Münzrecht kann eigenes Geld in Umlauf bringen Die Verbindung zwischen den Städten stellen die Kaufleute her. Sie unternehmen Handelsreisen und füllen die Kontore und Kaufhäuser mit Waren. Eine Revolution in der Verbreitung von Informationen bringt die Erfindung von Papier und Buchdruck. Aus manchem Handwerker wird ein reicher Verleger.

4. Gassen, Ghettos, Baubetriebe


4- Gassen, Ghettos, Baubetriebe
Die Sendung beschäftigt sich mit den Profan- und Sakralbauten und dem häuslichen Leben in der Stadt des späten Mittelalters. Ausgehend vom Bau eines Fachwerkhauses wird die Gefahr der Feuersbrunst und der Übergang zum Bau von Häusern mit Ziegeldächern und Steinmauern beschrieben. Geschildert wird das Leben und Arbeiten im Haus in unterschiedlichen sozialen Schichten. In der Beschreibung des Judenghettos von Speyer kommen die besondere rechtliche Stellung der Juden und die Hintergründe der Pogrome zum Ausdruck. Anhand des Straßburger und Freiburger Münsters wird auf die Bauweise der gotischen Kathedralen und ihre Bedeutung für die Stadt eingegangen. Den Abschluss des Films bildet die Schilderung der Feste, der Gasthöfe und der Badehäuser.

5. Frauen, Fortschritt, Vorurteile


5- Frauen, Fortschritt, Vorurteile
Zahlreiche zeitgenössische Darstellungen und Spielszenen zeigen die Bandbreite des Frauenlebens in der spätmittelalter-lichen Stadt, einem Ort, der den Frauen eine gewisse Selbständigkeit ermöglicht. Neben dem alltäglichen Leben und den Aufgaben der Frau innerhalb der Familie, zu der auch das Gesinde gehörte, wird die berufstätige, bisweilen sogar in Zünften organisierte Frau vorgestellt. Weiteres Thema ist die Tätigkeit von Frauen im sozial-karitativen Bereich. Ausführlich werden das Leben der Frauen in den Klöstern und die damit verbundenen Aufgaben und Perspektiven dargestellt. Zum Ende des Mittelalters schränken Wirtschaftskrisen die beruflichen Möglichkeiten der Frauen ein und schwächen ihre Position innerhalb der Gesellschaft.

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