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Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

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Schliemanns Erben

Schliemanns Erben

Die „Erben“ des berühmten Schatzgräbers zeigen, wie spannend Archäologie gerade heute sein kann. Wie funktionieren Gesellschaften, wie organisieren sich Zivilisationen? Welchen Faktoren verdankten frühere Kulturen ihren Aufstieg, welche Fehler führten ihren Untergang herbei? Wie gingen die Menschen mit Natur und Umwelt um? Botschaften aus der Vergangenheit werden entschlüsselt, die wegweisend für unsere Zukunft sein können.
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Folge 32: Das Vermächtnis der Steppenkrieger (2010)

Folge 32: Das Vermächtnis der Steppenkrieger (2010)Mitten in der größten Landmasse der Welt, dort, wo der Ural Asien von Europa trennt, haben deutsche und russische Wissenschaftler seltsame rätselhafte Strukturen entdeckt. Das Team von Schliemanns Erben war hautnah mit der Kamera bei der Ausgrabung dabei. Die Archäologen fanden über 4000 Jahre alte Wehranlagen, Häuser, Straßen und Siedlungen. Besonders spektakulär und einzigartig war für die Forscher der spiralförmige Grundriss von 20 Städten, die sie aus der Luft entdeckten. Nicht nur Esoteriker und Heilsuchende glauben, an diesem Ort am „Nabel der Welt" zu sein und kosmische Energien zu spüren. Auch der russische Professor Gennagij Zdanovich zieht eine Verbindung zum Universum. Für die deutschen Forscher ein Mysterium, das wissenschaftlich nicht nachvollziehbar ist. Aber auch sie sind von den Spiralstädten fasziniert und der Frage, wie mitten im Nichts stark befestigte Verteidigungsburgen mit modernem Komfort entstehen konnten. Bei ihren archäologischen Untersuchungen stoßen sie in dem Schachtgrab eines Kriegers auf den bislang ältesten Streitwagen der Welt. Was hatten die Uralkrieger zu verteidigen? Spuren von Gold-Erz und Kupfer geben den Wissenschaftlern Hinweise auf eine bislang unentdeckte Hochkultur in der weiten Steppenlandschaft des Urals.

Folge 31: Die versunkene Stadt der Wolkenmenschen (2010)

Folge 31: Die versunkene Stadt der Wolkenmenschen (2010)Weit oben im unwegsamen Hochland Perus liegen, vom Dschungel verborgen, einstige Metropolen der Menschheit. Sie wurden bewohnt von einem Volk, das sich selbst „Chachapoya“ nannte. Die Inka, die schließlich den Untergang der Chachapoya herbeiführten, bezeichneten sie als „Wolkenmenschen“. Eine alte Legende erzählt von einer goldenen Stadt im Reich der Wolkenmenschen, von einem Ort unermesslichen Reichtums. Der Berliner Archäologe Klaus Koschmieder hat sich der Erforschung dieses untergegangenen Volkes verschrieben. Auch er ist auf der Suche nach der goldenen Stadt. „Schliemanns Erben“ geht mit Koschmieder und seinem Team exklusiv auf eine abenteuerliche Expedition ins wilde Bergland der Anden. Die Archäologen stoßen auf menschengestaltige Sarkophage, Mumien und Felsmalereien – immer wieder entdeckt Koschmieder ein neues Puzzleteil, das für die Existenz einer außergewöhnlichen Metropole spricht. Nach tagelangen, gefahrenreichen Märschen durch das Dickicht des Dschungels wird plötzlich der Boden unter den Füßen der Wissenschaftler steinhart; sie entdecken von Menschenhand behauene Stufen, – sind die Forscher am Ziel? Liegt die legendenumwobene Goldstadt vor ihnen; seit Jahrhunderten verborgen unter einer dichten Pflanzendecke?

Folge 30: Heiße Spur auf Rapa Nui (2010)

Folge 30: Heiße Spur auf Rapa Nui (2010)Die archäologische Fährte führt auf die abgeschiedene Osterinsel, die von ihren Einwohnern Rapa Nui genannt wird. Bis heute sind die tonnenschweren Moai, aus Stein gehauene Riesenstatuen, das Wahrzeichen des Eilandes. Generationen von Wissenschaftlern gibt die Vergangenheit der Osterinsel Rätsel auf. Einst war die Insel ein Palmenparadies. Ein Dschungel, eine Oase in den Weiten des Südpazifiks. Dann, plötzlich, passiert etwas Rätselhaftes: 16 Millionen Palmen verschwinden, und die riesengroßen Statuen werden umgestürzt. Was war los auf Rapa Nui? Der amerikanische Wissenschaftler Terry Hunt ist überzeugt, dass Ratten den dichten Palmenwald vernichtet haben. Zwei deutsche Öko-Archäologen stoßen jedoch auf eine neue, heiße Spur, die alle bisherigen Annahmen widerlegt: Menschen haben den Wald gerodet. Und als keine Palme mehr stand, rettete offenbar ein Quantensprung des Wissens die Insel. Der Öko-Kollaps wurde vermieden. Durch eine zweite Einwanderungswelle? Eine Spur führt zu den Inka. In Zusammenarbeit mit der einheimischen Archäologin Sonja Haoa finden die deutschen Forscher Hinweise, dass mit dem Palmensterben eine neue, erfolgreiche Ära begann.

Folge 29: Vorstoß der Deutschen Hanse (2010)

Folge 29: Vorstoß der Deutschen Hanse (2010)Vor der Ostseeküste der Halbinsel Darß entdeckten Unterwasserarchäologen das 23 Meter lange Wrack eines 700 Jahre alten Handelsschiffes. Vor allem die Ladung weckt das Interesse der Forscher. Sie weist auf ein vergessenes Kapitel deutscher Geschichte: das Imperium der Hanse. Die Archäologen sind auf der Spur eines Handelsnetzes von Sibirien bis an die Küste Nordamerikas. Ab der Mitte des 12. Jahrhunderts schlossen Kaufleute verschiedener deutscher Städte ein Wirtschaftsbündnis, um möglichst ungehindert - und das heißt gewinnbringend - Fernhandel zu treiben.
Die Archäologen sind auf der Spur eines Handelsnetzes von Sibirien bis an die Küste Nordamerikas. Im wilden Nordwesten Islands und auf den Shetland-Inseln entdecken sie die einstigen Stützpunkte der Kauf- und Seeleute, die von ihrem abenteuerlichen und risikoreichen Leben erzählen. Die Hansesiedlungen an der Atlantikküste zeigen auch, dass der "Handelstrieb" der Kaufleute stärker war als die Gesetze des Dänenkönigs. Der Vorstoß der Deutschen Hanse im Nordmeer war illegal, aber erfolgreich.
Der Film führt in das Weltreich der Hansefahrer, die mit Mut und Pioniergeist der Urgewalt des Meeres, Piraten und mächtigen Konkurrenten trotzten. Zugleich verdeutlicht die Dokumentation die Dimension des mittelalterlichen Wirtschaftsbundes: Die Hanse war ein modern organisiertes Handelsnetzwerk, das in seiner Effizienz und Ausdehnung den Vergleich mit der EU unserer Tage nicht scheuen muss.

Folge 27: Der Limes 1 – Grenzwall gegen die Barbaren (2009)

Folge 27: Der Limes 1 – Grenzwall gegen die Barbaren (2009)Eine schwer befestigte Grenzanlage zieht sich vor beinahe 2.000 Jahren quer durch ganz Europa - der Limes. Kriegsschiffe sichern die Flussgrenzen Rhein und Donau - den "nassen Limes". Palisaden, Wall und Graben, vier Meter hohe Mauern und Kastelle bilden den Landlimes quer durch Germanien, durch das wilde Barbaricum. Ein Bollwerk von Nordbritannien bis zum Schwarzen Meer. Doch wovor fürchtete sich das Imperium Romanum?
Das römische Weltreich reichte von den Wüsten Afrikas bis in den Nordatlantik. Der nördlichste Außenposten Roms war Britannien. Auch dort trennte eine Mauer die Bürger des Imperiums von den Barbaren: der Hadrianswall. Aus einem aufblasbaren Heißluftschiff, das exklusiv und zum ersten Mal für die zweiteilige Fernsehdokumentation den römischen Grenzwall befuhr, lassen sich die gewaltigen Ausmaße des Limes in Britannien erkennen: 15 Kastelle, in denen eine 12.000 Mann starke Armee stationiert war.
Zur Sicherung der römischen Gebiete östlich des Rheins und nördlich der Donau in den Provinzen Obergermanien und Raetien wurde ein zunächst hölzerner Palisadenwall gegen das Barbaricum errichtet: Der Obergermanisch-Raetische Limes lag auf dem Gebiet der heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. In seinem Endausbau erstreckte er sich über eine Länge von rund 550 Kilometern von Rheinbrohl in Rheinland-Pfalz bis an die Donau südwestlich von Regensburg. Damit ist der Obergermanisch-Raetische Limes nach der Chinesischen Mauer das zweitlängste Bauwerk der Menschheit. Mit seinen etwa 900 Wachttürmen und 120 größeren und kleineren Truppenlagern, die durch ein logistisch ausgefeiltes System miteinander verbunden waren, ist er, wie der britische Abschnitt, Weltkulturerbe der UNESCO.

Folge 28: Der Limes 2 – Gefahr an Roms Grenze (2009)

Folge 28: Der Limes  2 – Gefahr an Roms Grenze (2009)Flüsse, Palisaden und Mauern bildeten Roms Bollwerk gegen die Barbaren. Am Limes entstanden aus Militärlagern blühende Siedlungen, geschützt von einer gewaltigen Grenzanlage und den Legionen. Doch wie bedroht waren die Städte? Was geschah, als die Supermacht Schwäche zeigte? Wie begegnete sie der "Gefahr am Limes"? Fragen, die heute gar nicht einfach zu beantworten sind, da das einst mächtigste Bauwerk Europas an vielen Stellen oberirdisch unsichtbar geworden ist. Mit Hightech gehen Limes-Forscher auf die Suche. Ein Infrarot-Laserscanner unter einem Helikopter soll das Bodenprofil am Raetischen Limes zentimetergenau abtasten. Der Trick: Der Scanner "sieht" durch Bäume, Büsche, Feldfrüchte hindurch auf den Boden. So können große Flächen nach Auffälligkeiten hin untersucht werden. Die Hoffnung der Forscher wird erfüllt: Das neu entwickelte Gerät entdeckt den unsichtbaren Limes sogar tief im Wald. Auf dem Monitor werden nicht nur Wall und Graben enthüllt, sondern sogar die Pfostenlöcher der einzelnen Wachttürme.
Ende des 2. Jahrhunderts schien sich in den Wäldern Germaniens die alte Ordnung der Stämme aufzulösen. Das Klima hatte sich geändert, es wurde deutlich kälter und trockener. Die Ernteerträge gingen zurück, die Bäume wuchsen langsamer nach, die Ressourcen wurden immer knapper. Die Stämme im Barbaricum drängten gen Süden. Das reiche Imperium lockte. Mit jeder Missernte nahm der Druck auf die Grenze zu. Immer größere Invasionswellen brandeten gegen den Limes, so auch gegen das Kastell Weißenburg in Mittelfranken.
Der Landlimes endet im bayerischen Eining an der Donau. In den Markomannen-Kriegen wurde das Kastell zerstört und der "nasse" Limes überrannt. Die ganze Provinz Raetien entglitt zeitweise der römischen Kontrolle. Der Schutz der Handelsschiffe hatte nun höchste Priorität. Die Donau war eine Schlagader des antiken Verkehrs, genügend Nachschub für die Grenztruppen kriegsentscheidend. Doch Gefahr drohte nicht nur von den Markomannen. Auch die Natur bildete tückische Hindernisse für die römische Marine, beispielsweise der Donaudurchbruch bei Weltenburg, eine spektakuläre Ur-Landschaft mit wilden Strömungen und Strudeln.

Folge 26: Der schwarze Schrein von Goa (2008)

Folge 26: Der schwarze Schrein von Goa (2008)In Il Jesù, der Mutterkirche des Jesuitenordens, ist ein Arm ausgestellt, den Reliquienjäger vor hunderten von Jahren nach Rom brachten. Es ist der rechte Arm, der Taufarm. Das Besondere: Er verwest nicht, seit 450 Jahren. Im Vatikan, dem Machtzentrum der katholischen Kirche, begeben sich "Schliemanns Erben" auf die Spur der Reliquie. In den Archiven der Jesuiten lagern alte Schriften über die "heilige Hand". Enthüllen sie einen Kirchenfrevel, ein Sakrileg?
Die Spur führt an die Westküste Indiens, nach Goa, einst reichste Kolonie Portugals. Am 20. Mai 1498 hatte Vasco da Gama Indien entdeckt, den Seeweg zu den exotischen Schätzen Asiens. Er hatte das Paradies erreicht, das alle irdischen Wünsche des weißen Mannes erfüllen würde. Indien, ein magisches Wort, das vage und geheimnisvoll den asiatischen Erdteil meinte, wo die so heiß begehrten Gewürze wachsen.
Mächtige Kathedralen werden in Goa errichtet, die denen Roms Konkurrenz machen. Demonstrationen der Macht Portugals und des Katholizismus. Goa hat im 16. Jahrhundert mehr Einwohner als Rom oder London, ist die größte Festung Asiens. Von der einst pulsierenden Metropole ist nur noch eine Geisterstadt geblieben. Nur die gewaltigen Kirchen ragen aus dem Dschungel: Eine versunkene, vergessene Weltstadt. Sie birgt das Geheimnis um die "heilige Hand" und um einen rätselhaften schwarzen Schrein mit den Gebeinen einer christlichen Königin, einer Märtyrerin.
Nach ihnen wird in Indiens größter Ausgrabung gesucht. Alte Chroniken weisen den Weg: Die Reliquien wurden von Augustinermönchen in Persien entführt und in einem schwarzen Schrein nach Goa gebracht. In den riesigen Klosterkomplex St. Augustin, der einst auf dem Heiligen Hügel das alte Goa beherrschte. Heute eine Wildnis, die erst langsam von indischen Archäologen und hunderten von Arbeiterinnen freigelegt wird. In Sichtweite, in der mächtigen Basilika Bom Jesus, liegt eine Mumie ohne Arm. Der rechte Arm, der Taufarm, fehlt. Sie verwest nicht, seit 450 Jahren.

Folge 25: Flucht aus Babylon (2008)

Folge 25: Flucht aus Babylon (2008)Der Film dokumentiert die spannende Fahndung nach einem historischen Kuriosum: Ein König aus dem mächtigen Mesopotamien soll vor rund 2.500 Jahren seine prunkvolle Residenz in Babylon verlassen haben und in die Wüste verschwunden sein - für zehn Jahre.
Tatsächlich finden sich Spuren des mysteriösen Regenten in einem kleinen Ort namens Tayma im heutigen Saudi-Arabien. Doch was könnte einen reichen, an märchenhaften Luxus gewöhnten babylonischen Herrscher in diese unscheinbare Oase gezogen haben, mitten im Nichts... und wer war er?
Die Ausgrabungen fördern ein Tayma zutage, das keineswegs unbedeutend war: Die Oasensiedlung war damals von einer 15 Kilometer langen Stadtmauer umgeben. Auf der höchsten Erhebung des Geländes legen die Archäologen die Ruinen eines großen Gebäudes frei, das zweifellos als Tempel diente. An einstigen Wasserstellen in der Wüste entdecken die Wissenschaftler alte Inschriften und Zeichnungen, die von der Ankunft eines hohen Herrschers in der Region künden. Wahrscheinlichster Kandidat ist Nabonid, der von 555 bis 539 vor Christus über Babylon regierte. Seine Amtszeit endete mit dem verhängnisvollen Einfall der Perser - das mächtige Weltreich zerfiel.

Folge 24: Auf der Spur des Prussia Schatzes (2008)

Folge 24: Auf der Spur des Prussia Schatzes (2008)Sie gaben denen ihren Namen, die sie vernichteten. Die Prussen tauchen erst in der überlieferten Historie auf, als sie mit Feuer und Schwert blutig vom Deutschen Orden im 12. und 13. Jahrhundert christianisiert wurden. Das Volk, das den Preußen ihren Namen gab, ging unter. Zwar hinterließen die Prussen keine Schriftzeugnisse, aber archäologische Spuren.
Das 1865 bei dem kleinen Ort Wiskiauten im Samland entdeckte mittelalterliche Gräberfeld von 500 Hügelgräbern wird heute von russischen Archäologen ausgegraben. Auf die Suche nach der zugehörigen Siedlung hat sich seit drei Jahren ein interdisziplinäres Forscherteam begeben, unter der Leitung von Professor Claus von Carnap-Bornheim vom Archäologischen Landesmuseum Schleswig. Die Archäologen stoßen auf dem Gebiet der Prussen auf einen bisher unbekannten großen multiethnischen Knotenpunkt des internationalen Ostseehandels vom Atlantik bis Byzanz, vergleichbar der Wikingersiedlung Haithabu bei Schleswig.
Die Bedeutung der Erfolge der russisch-deutschen Grabung wird nur verständlich vor dem Hintergrund der abenteuerlichen Geschichte der legendären Prussia-Sammlung. Die Königsberger Prussia-Sammlung mit den archäologischen Funden aus dem ehemaligen Ostpreußen, seit 1844 zusammengetragen, stellte vor dem Zweiten Weltkrieg eine der bedeutendsten und faszinierendsten Altertumssammlungen Europas dar. Bis in die jüngste Vergangenheit wie das Bernsteinzimmer als verschollen geltend, ist sie selbst zum Gegenstand archäologischer Suche und Ausgrabungen geworden. Der Film begibt sich auf die Spuren der Prussen.

Folge 23: Goldpyramiden im Inkareich (2008)

Folge 23: Goldpyramiden im Inkareich (2008)Ein archäologisches Abenteuer im Norden von Peru. Die Fahndung gilt einem versunkenen Goldimperium - den Ahnen der Inka. Eine Legende weist den Weg auf der Suche nach dem Palast des sagenhaften Herrschers Naymlap. Er soll vor fast 1300 Jahren über das Meer gekommen sein und eine mächtige Dynastie gegründet haben, die reichste der Neuen Welt.
Hans Hinrich Brüning gilt als Entdecker der Lambayeque-Kultur. Im Sommer 1875 heuert der junge Ingenieur aus Norddeutschland auf der Zuckerrohr-Plantage Patápo im Departement Lambayeque an. Bei seinen Kontrollritten auf dem Gelände der Hacienda fallen ihm "Berge" auf, die überhaupt nicht in die ansonsten flache Landschaft passen.
Die auffälligen Kanten der gigantischen "Berge" wecken in dem Ingenieur einen fantastischen Verdacht: sie sind nicht von der Natur geschaffen, sondern von Menschenhand. Doch wann wurden sie errichtet und durch wen? Nur eines ist klar: Die Konstruktionen bestehen aus ungebrannten, Luft getrockneten Lehmziegeln. Die riesigen Lehmbauten liegen in drei Komplexen rings um die Städte Chiclayo und Lambayeque im Norden von Peru, nahe der Grenze zu Ecuador. Die Bauweise zeigt, dass sie nicht von den Inka stammen. Sie sind viel älter.
Brüning erkannte als Erster die Bedeutung der Grabpyramiden. Doch seine Suche nach Naymlaps letzter Ruhestätte war vergebens. Ethnologe Bernd Schmelz kommt immer wieder an Orte, an denen auch Brüning recherchierte. Er wähnt sich auf dem richtigen Weg, doch der letzte Beweis fehlt: wo liegt der Palast, der der Legende nach mit aller Pracht ausgestattet war? Heute wird der Kultur, die Brüning als erster beschrieb, mit neuen Methoden nachgespürt. Auch auf fotografischem Gebiet. Mit einem Fesselballon und ferngesteuerter Kamera lichtet Schmelz die Pyramiden aus einer nie gesehenen Perspektive ab. Die hoch aufgelösten Bilder geben neue Einblicke in die Pyramidenstrukturen, die vor 1300 Jahren von der größten Goldkultur Amerikas gebaut wurden. Eine enorme Arbeitsleistung von Zigtausenden, die eine straffe Organisation und Hierarchie voraussetzte.

Folge 22: Das Geheimnis der Wüstenkönige (2006)

Folge 22: Das Geheimnis der Wüstenkönige (2006)Reich, fortschrittlich und gerissen sollen sie gewesen sein - die Garamanten. Schon Herodot erwähnte dieses rätselhafte Wüstenreich im heutigen Libyen. Schliemanns Erben versuchen, der Sahara das Geheimnis der Garamanten zu entlocken. Woher kamen die Herren der Wüste? Wie wurden sie so reich? Wie konnten sie in der Wüste überleben, wie den Römern erfolgreich die Stirn bieten? Warum ist ihr Königreich untergegangen?
Über 1000 Jahre beherrschten die Garamanten um Christi Geburt das Herz der Sahara. Antike Schriftsteller berichten von einer mächtigen Hauptstadt, von gewaltigen Festungen und von exotischen Tieren für die Arenen des römischen Imperiums. Erst jetzt wird bekannt, wie weit sich das Reich wirklich ausdehnte - Grabungen italienischer Teams beweisen: Es reichte bis an die Grenze zum heutigen Algerien.
"Schliemanns Erben" begleitet die Forscherteams bei ihrer Arbeit in der Wüste - überall stoßen sie auf die Spuren des versunkenen Königreichs: Gräber, Siedlungen, Höhlenmalereien geben vor allem Aufschluss darüber, dass die Garamanten einst in einem grünen Paradies lebten, das erst über die Jahrhunderte zur Wüste wurde. Noch vermittelt das Naturwunder der Wüstenseen einen Eindruck, wie die Wüste einst ausgesehen hat, bevor die Lebensbedingungen in der Sahara immer härter wurden.
Doch die Garamanten passten sich an die Wüste an - wie die italienischen Forscher herausgefunden haben. Sie legen Wüstenfestungen frei, von denen aus die Garamanten den Sahara-Handel mit Sklaven, Diamanten, Salz und wilden Tieren beherrschten. Bis an die Küste des Mittelmeers, in die römische Kolonie Leptis Magna, brachten die Garamanten ihr Waren. Das selbstbewusste Wüstenvolk wurde so mächtig, dass die Römer schließlich eine große Expeditionsmacht durch das gewaltige Sandmeer schickten, um die Garamanten in die Knie zu zwingen. Was konnte das Wüstenvolk den Truppen Roms entgegenstellen, einem Volk, das nach den Maßstäben Roms jenseits des Endes der Welt lebt?
"Schliemanns Erben" zeigt, wie die Wüstenvölker das riesige Land Libyen mit prägten - mit seinem Athen Afrikas, Cyrene, ebenso wie "die weiße Stadt", das sagenumwobene römische Leptis Magna. Und "Schliemanns Erben" versucht auch eine Antwort auf die Frage zu geben, die Forscher in aller Welt fesselt: Wohin ist das Wüstenvolk verschwunden? Oder leben die Nachfahren der Garamanten immer noch?

Folge 21: Der Todesritt der Kosaken (2006)

Folge 21: Der Todesritt der Kosaken (2006)Mai 1945. 25000 Kosaken fliehen vor der Roten Armee. Sie hatten für Hitler gekämpft und fürchten nun die Rache Stalins. Bei Lienz werden sie von den Briten gefangen genommen. Nach sechs bangen Wochen werden sie ausgeliefert. Es kommt zu einem Massenselbstmord. Frauen werfen ihre Kinder in die Drau, um sich danach selbst in die reißenden Fluten zu stürzen, Männer schlitzen sich die Pulsadern auf.
Kosaken, die wilden Reiter des Ostens sind seit ihrem ersten Auftauchen im 15. Jahrhundert von einem Mythos umgeben. Ihre Geschichte ist reich an unseligen Koalitionen, vernichtenden Niederlagen, Flucht, Vertreibung und Verbannung. Die „Schliemanns-Erben"-Expedition führt an die Brennpunkte der Kosakengeschichte in die Ukraine, in Russland und in die Osttiroler Alpen und verfolgt die neuesten Ausgrabungen, die nach Jahrzehnten des Schweigens, die Wahrheit hinter dem Mythos suchen.

Folge 20: Der Schatz Alexanders des Großen (2006)

Folge 20: Der Schatz Alexanders des Großen (2006)323 v. Chr.: Alexander der Große starb 32jährig und hinterließ ein Riesenreich. In dem wohl erfolgreichsten Feldzug der Weltgeschichte hatte er in nur zwölf Jahren ein Imperium geschaffen und unermessliche Schätze erobert. Wer aber bekam das Erbe? Seine Feldherren - die Diadochen - teilten sich die Beute. Doch die Erbstreitigkeiten prägten die darauf folgenden Jahrhunderte: die "Diadochenkämpfe". Es ging um Einfluss, Macht und viel Geld.
Die Suche nach dem verschollenen Schatz der Diadochen führt "Schliemanns Erben" in eine Zeit dauernder Kriege, in der sogar die Kelten von Mitteleuropa bis ins anatolische Hochland zogen, um einen Teil des märchenhaften Nachlasses Alexanders zu erbeuten.
Die antiken Geschichtsschreiber Diodor und Strabon berichten von einer geheimnisvollen versteckten Bergfestung "Kyinda", die irgendwo in Kilikien den Kriegsschatz des Diadochen Seleukos beherbergen soll. Eine Legende? Bis heute ist der Ort unentdeckt, vom Schatz fehlt jede Spur.
Eine der spektakulärsten Entdeckungen des letzten Jahrzehnts führt das "Schliemanns Erben"-Team in die Türkei, in eben jenes Kilikien. Dort wurden auf dem beinahe 200 Meter hohen Berg Karasis die Ruinen einer gewaltigen Festungsanlage entdeckt. Die Forscher trauten ihren Augen nicht, als sie vor bis zu 15 Meter hohen Mauern, Türmen und ausgedehnten Kasematten standen. Ein Rätsel bis heute: Wie konnte eine derartige Festung in solch einzigartigem Erhaltungszustand bisher unentdeckt bleiben? Weitere Fragen kamen schnell hinzu: Wer hat die Burg gebaut, wann und vor allem wozu?

Folge 19: In den Todeskammern der Maya (2006)

Folge 19: In den Todeskammern der Maya (2006)Vor Millionen von Jahren raste ein Meteorit auf die Erde, schlug auf der Halbinsel Yucatan im heutigen Mexiko ein, rottete die Dinosaurier aus und schuf ein unterirdisches, teilweise mit dem Atlantik verbundenes Höhlensystem - eine tückische, weitestgehend unerforschte Unterwasserwelt mit Ritualplätzen der Maya.
Vor rund 2.000 Jahren herrschte dort die Hochkultur der Maya, deren steinerne Bauwerke, Paläste und Pyramiden seit ihrer Entdeckung im dichten Urwald nicht nur Wissenschaftler in ihren Bann ziehen. In den Pyramiden wurden einzelne Königsgräber frei gelegt, doch über die Bestattungen eines ganzen Volkes, das über ein Jahrtausend in Mittelamerika lebte, und zwar in einer höheren Bevölkerungsdichte als wir sie heute in Deutschland haben, fehlt jede Spur. Aus der ursprünglichen Suche nach unbekannten Mayastädten, Grabhöhlen und unteriridischen Ritualplätzen entwickelte sich ein Krimi, der immer phantastischer und unheimlicher wurde.
In Belize stößt das Filmteam zusammen mit dem Bonner Archäologen Pierre Colas in tiefe unterirdische Höhlen vor, in Guatemala begleitet es den italienischen Forscher Francisco Estrada-Belli bei seiner Erforschung der erst kürzlich entdeckten bisher ältesten Mayastadt und taucht mit dem mexikanischen Unterwasserarchäologen Guillermo de Anda in den unterirdischen Flüssen und Höhlen Yucatans.
Alle Entdeckungen bestätigen die alten Texte der Maya und Spanier über blutige Menschenopfer. Doch: Jede Entdeckung führt zu einer Reihe neuer Fragen. Wenn de Anda in über 40 Metern Tiefe, nachdem er mit modernstem Tauchgerät eine halbe Stunde gebraucht hat, plötzlich in eine Unterwasserkathedrale vorstößt, in der von den Maya künstliche Nischen hinein geschlagen worden waren und wo sie über längere Zeiträume immer wieder Opfergaben deponiert hatten, stellt sich unweigerlich die Frage: Wie schafften die Maya das? Hatten sie uns unbekannte Tauchgeräte, wie manche ihrer Zeichnungen vermuten lassen?

Folge 18: Roms Limes im Orient (2004)

Folge 18: Roms Limes im Orient (2004)64 vor Christus schlug Pompejus der Große die Truppen des syrischen Herrschers Antiochos XIII. vernichtend und gründete am Euphrat die römische Provinz Syria. Durch ein über 1000 Kilometer langes Straßensystem erschlossen die Römer das eroberte Gebiet und sicherten es mit einem Limes aus Wehrtürmen, Militärlagern und Kastellen. Bis heute sind der genaue Verlauf und die Schutztechniken des Limes weitgehend unbekannt. Wie gelang es den Römern, ihre Vormachtstellung im Nahen Osten über fast 700 Jahre zu behaupten? Die Wissenschaftler erkunden aus der Luft Qasr Bushir, das besterhaltenste Kastell des Römischen Reiches. Mitten in der Wüste können die Forscher aus dem Helikopter den Verlauf der einst bedeutenden Römerstraße Nova Trajana entdecken - ein steinerner Highway der Antike, heute beinahe völlig vom Sand verweht.
Entlang der Ufer des Euphrat-Stromes entdeckten die Archäologen die verschobenen Linien von Grenzkastellen: Dort war ein zentraler Schauplatz dramatischer Rückzugsgefechte Roms gegen die orientalischen Großreiche der Perser und Parther. In einem einsamen Landstrich liegt ein prächtiges Wüstenschloss der Omaijaden aus dem 7. Jahrhundert: Das Araberschloss hat einen viereckigen Grundriss. "Schliemanns Erben" legen orientalische Zeugnisse für Aufstieg und Fall des römischen Imperiums frei.

Folge 17: Karthagos geheime Kolonien (2004)

Folge 17: Karthagos geheime Kolonien (2004)Auf der Insel Pantelleria und in den einstigen punischen Kolonien auf Sizilien sind "Schliemanns Erben" der antiken Weltmacht der Phönizier (Punier) auf der Spur.
Karthago, eine ihrer Gründungen, war einst Roms mächtigster Rivale, bis 146 vor Christus römische Soldaten es vollständig zerstörten. Von dem verhassten Feind sollte nichts mehr zeugen - kein Palast und kein Tempel, kein Haus, keine Straße, keine Mauer.
Weiter nordöstlich, Richtung Sizilien, nur 70 Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt, stoßen Archäologen auf der Insel Pantelleria dagegen schon auf eine Vielzahl punischer Zeugnisse. Die Akropolis, die Häuser, die Stadtmauer liegen heute noch so im Boden Pantellerias verborgen, wie sie vor mehr als zwei Jahrtausenden aufgegeben wurden.
In Karthagos Kolonien liegen - wie in einer Zeitkapsel verwahrt - die versunkenen Dokumente, nach denen die Wissenschaftler in Karthago mühsam suchen. Und hier ist ihnen schließlich Schliemanns Fluch hold: während der Dreharbeiten gelang der spektakuläre Fund einer Büste Julius Cäsars - eine von den sehr seltenen Porträts des Feldherrn. Eine Sensation - und Grund von weiteren Entdeckungen zu träumen.

Folge 16: Die Schatzinsel der Wikinger (2004)

Folge 16: Die Schatzinsel der Wikinger (2004)1983 fand ein Bauer auf Gotland beim Pflügen den größten jemals gehobenen Wikingerschatz - 55 Kilogramm Silber. Bisher wurden dort über 700 Schätze entdeckt. Fachleute sprechen der schwedischen Insel in der Ostsee die höchste Schatzdichte auf der ganzen Welt zu. Doch woher stammt dieser phantastische Reichtum?
Die Spurensuche der Archäologen richtet sich nach Osten, sogar bis nach Byzanz. Denn viele Funde auf Gotland stammen aus den Weiten Russlands. Der legendäre "Weg der Waräger zu den Griechen" ist in mittelalterlichen Chroniken beschrieben. Er führte von der Ostsee über die Flüsse Russlands zum reichen Byzanz - und von dort direkt zu den Quellen des gotländischen Silbers. An den Ufern von Wolchow, Dnjepr und Wolga finden die Archäologen Runen auf Schwertern und Trinkhörnern.
Erst heute dürfen russische und ukrainische Archäologen offen aussprechen, dass an der Legende etwas Wahres sein könnte. Professor Evgenij Nosov ist Grabungsleiter einer der ältesten Ausgrabungen Russlands in der Nähe von Nowgorod. Er sagt: "Wenn es Rjurik wirklich gegeben hat, dann hat er von hier aus sein Reich regiert." Die gefundenen Befestigungen weisen den Ort eindeutig als Sitz der ersten Fürsten Russlands aus.

Folge 15: Die Goldstraße der Inka (2004)

Folge 15: Die Goldstraße der Inka (2004)Die Inka herrschten an der Pazifikküste und im Hochland der Anden. Um 1500 war es das größte Reich seiner Zeit. Bis heute unbekannt ist seine Ausdehnung nach Osten. Archäologen aus aller Welt bemühen sich, die tatsächliche Größe des Imperiums zu bestimmen.
Wo verliefen die Grenzen des Inkareiches? Ein Dokument aus dem Jahr 1790 bringt die finnischen Archäologen Martti Pärssinen und Ari Siiriänen auf eine Spur. Es enthält die Übersetzung eines Quipu-Knotentextes. Dieser besagt, dass um 1480 der Inka-Herrscher Topa Yupanqui mit tausenden Kriegern die Amazonasregion erobert und am Zusammenfluss von zwei Strömen eine Festung gebaut habe. Er machte sich die feindlichen Indiostämme untertan. Mitten im Dschungel stoßen die Forscher auf überwucherte Mauern: die Inkafestung?
Auch der US-Archäologe Charles Stanish interessiert sich für die Expansion der Inka nach Osten. Er untersucht eine andere Route, die vom Titicacasee in Peru parallel zu alten Inkastraßen in die Amazonasregion führt. Er entdeckt eine Festung. Der Ort liegt strategisch günstig, um von hier die Ressourcen des tropischen Regenwaldes auszubeuten. Er war ein Sicherungsposten gegen wilde Tieflandstämme und gleichzeitig ein Ritualort.
Die Südroute erforscht der amerikanische Archäologe Larry Coben in Bolivien. Seine Theorie: Die Inka haben durch den Sonnen- und Goldkult das Reich zusammengehalten. Die Festung Incallajta, die das größte Gebäude der westlichen Hemisphäre in der damaligen Zeit umschließt, ist für ihn der beste Beweis seiner Theorie. Fest steht: Archäologen fanden 400 Kilometer östlich der bisher bekannten Grenze des Reiches Beweise für eine Goldstraße der Inka. Das Imperium war also viel größer als bisher angenommen. Die Karte des Inkareiches muss neu gezeichnet werden.

Folge 14: Auf der Jagd nach dem Nasca-Code (2002)

Folge 14: Auf der Jagd nach dem Nasca-Code (2002)Kein Archäologe konnte bisher den Sinn der Riesenzeichnungen erklären, doch neue, erstaunliche Funde haben die Forscher der Lösung des Rätsels ein großes Stück näher gebracht.
Seit Jahren beschäftigen die Nasca-Linien von Peru Archäologen und andere Forscher. Waren diese riesigen Zeichnungen, die nur aus der Luft richtig zu erkennen sind, Pilgerwege, das "größte Astronomiebuch der Welt", Landebahnen für Außerirdische oder Bewässerungskanäle? Von den Schöpfern der mysteriösen Linien fehlte bislang jede Spur, doch jetzt sind die Archäologen der Lösung des Rätsels ein erhebliches Stück näher. Markus Reindel aus Bonn und sein Grabungsteam haben bereits erstaunliche Ergebnisse vorzuweisen. Auf der Suche nach den möglichen Urhebern der Nasca-Linien entdeckten sie Reste von Siedlungen und einem Heiligtum. In den Ruinen lagen Hinweise auf eine hoch entwickelte Zivilisation: leuchtend bemalte Keramik, sorgfältig verpackte Kindermumien, Reste fein gewebter Ponchos.
Neben dem Kultplatz noch eine Sensation: ein Friedhof mit weiteren Mumien. Sie sind alle sehr gut erhalten, Haare und Zähne haben Jahrtausende überdauert. Doch die peruanische Wüste hält noch andere Überraschungen bereit. Die Archäologen entdeckten in dieser trostlosen, staubigen Gegend eine dicke Sedimentschicht, die auf eine große Flut hinweist. Ein frühes El Niño-Phänomen? Versanken die Nasca-Leute im Schlamm?

Folge 13: Das Rätsel des Kupferreiches (2002)

Folge 13: Das Rätsel des Kupferreiches (2002)Die Wiege der modernen Zivilisation wird durch zwei große Kulturen repräsentiert: durch Mesopotamien zwischen Euphrat und Tigris und durch die Harappa-Kultur am Indus. Dort entstanden die ersten großen Städte, die vorzüglich organisiert waren. Man trieb Fernhandel und entwickelte spezielle Handwerke.
Schon sehr früh wurde Metall verarbeitet, vor allem Kupfererz, das zur Herstellung von Waffen und Schmuck diente. Doch weder in Mesopotamien noch am Indus gab es eigene Erzvorkommen und dennoch blühte das Handwerk. Woher also kamen die Rohstoffe?
Zwischen Indus und dem Zweistromland liegen die kargen Hochebenen des Iran. Könnten die Rohstoffe von dort gekommen sein? Im Jahr 2002 wurden deutsche Archäologen, unter ihnen Hermann Parzinger, im Iran fündig: In der Nähe des Dorfes Arisman entdeckten sie Reste hunderter Brennöfen, in einem prähistorischen Bergwerk machten sie Kupferadern aus, an anderer Stelle fanden sie Gußformen. Dies sind deutliche Hinweise auf einen sehr frühen, regen Erzabbau. Es ist zu vermuten, dass die Metallproduzenten systematisch vorgingen, dass sie in großem Stil und für den Export arbeiteten. Dahinter müssen eine straffe Organisation und Reichtum gestanden haben, denn Erze waren damals mehr wert als Gold. Gab es eine Kultur, von der man noch heute nichts weiß?
Die Dokumentation "Das Rätsel des Kupferreiches" aus der Reihe "Schliemanns Erben" macht sich auf die Suche nach den geheimnisvollen Kupferquellen.

Folge 12: Atlantis im Dschungel - Angkor Wat (2002)

Folge 12: Atlantis im Dschungel - Angkor Wat (2002)Steinerne Schutzgötter umgeben einen der wohl schönsten Tempelkomplexe der Welt: Angkor Wat in Kambodscha. Lächelnde, wissende Gesichter, die seit dem 12. Jahrhundert vieles gesehen haben: die Blütezeit des Khmer-Reiches (800 -- 1200), das Heranwachsen des Dschungels an die heiligen Mauern, erste Spuren der Zerstörung.
Jahrhundertelang lag das religiöse Zentrum im Dschungel Kambodschas verborgen, bis 1858 der französische Naturforscher Henri Mouhot auf dem Wasserweg in die Wildnis vordrang. Er erklärte den Komplex für bedeutender als alle römischen und griechischen Bauten zusammen. Angkor Wat wurde weltberühmt.
Was die Millionen Touristen, die jedes Jahr die berühmten Ruinen besichtigen, nicht ahnen: Der zentrale Tempel Angkor Wat ist nur die noch sichtbare Krönung einer einst riesigen Metropole, die erstaunliche Ähnlichkeit mit gegenwärtigen Großstädten hatte. Heute sind es deutsche Archäologen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das UNESCO-Weltkulturerbe zu schützen und zu erhalten.

Folge 11: Armageddon - Die Schlacht des Pharao (2002)

Folge 11: Armageddon - Die Schlacht des Pharao (2002)Armageddon ist alles andere als nur ein Sinnbild für die letzte Schlacht der Menschheit, für den Schauplatz des Jüngsten Gerichts. Armageddon gab es wirklich, und auch die Schlacht hat ihr reales Vorbild.
Deutsche und israelische Archäologen haben den apokalyptischen Ort entdeckt: das biblische Megiddo im Norden Israels. Hier fand die erste Schlacht der Menschheit statt, von der ein ausführlicher "Kriegsbericht" existiert, eingemeißelt in die Mauern des Tempels von Karnak in Ägypten. Thutmosis III. hieß der Sieger, der 1468 vor Christus die "Asiaten" vernichtend schlug.
Doch wer waren jene "Asiaten", von denen berichtet wurde? 1279 v.Chr. tauchten sie wieder auf und bereiteten bei Kadesch Ramses mächtige Schwierigkeiten. Ramses erklärte sich zum Sieger dieser blutigen Auseinandersetzung, wie er in Reliefs in aller Welt verkünden ließ. In Wirklichkeit entging er nur knapp einer Katastrophe. Es war an den Archäologen, diese "Propaganda" zu korrigieren. Denn auch die Feinde haben eine "Quelle" hinterlassen, jene "Asiaten", die den Ägyptern mindestens ebenbürtig gewesen sein müssen. Die Spur führt in die Türkei, nach Hattuscha, in die alte Hauptstadt der Hethiter. Sie waren der mächtige Feind, der Pharaonen erzittern ließ.

Folge 10: Das Gold aus der Wüste (2000)

Folge 10: Das Gold aus der Wüste (2000)Als Howard Carter im Jahre 1922 das Grab der Tut-ench-Amun öffnete, erblickte er und nach ihm die staunende Welt, Gold und Reichtümer im Überfluss. Die „Goldmaske" des jungen Pharao gilt seitdem als Inbegriff ägyptischer Glanz und Glorie. Doch woher kam all dieses Gold, das den Pharaonen zu Macht und Ansehen verhalf?
„Schliemanns Erben" sind diesem bislang ungelösten Geheimnis auf der Spur. Die Suche nach den Goldgewinnungsstätten beginnt. Man weiß von Eroberungszügen der alten Ägypter in das südliche Nachbarland Nubien. Nub ist die altägyptische Hieroglyphe für Gold. Ist Nubien das sagenhafte Goldland, das Eldorado Afrikas?
In die nubische Ostwüste, im heutigen Sudan, haben sich bislang nur wenige Expeditionen gewagt; archäologisch ist dieses Gebiet Niemandsland. Eine zweiwöchige Reise in Einsamkeit, Sandstürme, ins Nichts steht bevor. Dann die ersten Spuren: Goldwäscher am Nil, Schlackebrocken von einem Brennofen, Goldmahlsteine. Die ersten Alamats, Wegweiser zu den Goldminen aus dem Neuen Reich. Uralte Landkarten haben sie verzeichnet. Und schließlich die gesuchten Goldbergwerke mitten in der Wüste. Reste von Siedlungen der Minenarbeiter. Stollen und Goldmühlen aus ägyptischer und dann aus arabischer Zeit. Zu Anfang unseres Jahrhunderts haben hier noch einmal die Engländer nach Gold gesucht. Wegen Wassermangel mussten sie aufgeben: aber die Überreste ihrer Whiskeyfässer sind noch zu sehen.
Modernste technische Verfahren können heute beweisen, dass das Gold der ägyptischen Pharaonen aus den Bergwerken und Minen Nubiens kam; und die Eroberungszüge wurden vor allem auch wegen des sagenhaften Reichtums des Nachbarlandes unternommen. Der Fingerabdruck des ägyptischen Goldes, er ist im versunkenen Land Kusch zu finden.

Folge 09: Der Herr der eisigen Höhen (2000)

Folge 09: Der Herr der eisigen Höhen (2000)Eine aufregende Zeitreise durch zwei Jahrtausende, am Rande von Hochwüsten, Schnee und Eis. Archäologie als Abenteuer pur. Im südlichen Teil der Provinz Mustang, kurz vor der chinesisch-nepalesischen Grenze, liegt das Kali-Gandaki-Tal. Über Jahrhunderte hinweg war diese Talregion von enormer wirtschaftlicher, militärischer und kultureller Bedeutung. Hier verlief die alte Salzstraße, die Tibet mit dem indischen Tiefland verband. Händler, Militär und Mönche zogen auf denselben Wegen.
Das Kali-Gandaki-Tal und wichtige Nebentäler waren durch Burgen und Befestigungen strategisch gesichert. Vor der majestätischen Kulisse der Achttausender-Kette von Dhaulagiri und Anapurna suchen "Schliemanns Erben" nach Spuren alter Siedlungsformen und Lebensbedingungen am Rande der bewohnbaren Welt.
Schriftliche Quellen sind kaum oder nur sehr lückenhaft vorhanden. Der Himalaya ist für Kulturforscher noch weitgehend terra incognita. Deshalb ist die Arbeit der Archäologen von ganz besonderer Bedeutung. Und so suchen sie denn auch schon mal nach dem Wahrheitsgehalt einer Legende.

Folge 07: Die schwarzen Pharaonen (2000)

Folge 07: Die schwarzen Pharaonen (2000)Fast eintausend Jahre lang, vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis 350 n. Chr., blühte im heutigen Sudan das aus der Bibel bekannte kuschitische Reich von Meroe. Schon der griechische Historiker Herodot beschrieb das kuschitische Reich als ein „Land voller Wunder", das außerdem so reich sei, dass die Sklaven goldene Fesseln trügen. Schwarze Pharaoninnen und Pharaonen schufen eine Kultur, die der ihrer ägyptischen Nachbarn in nichts nachstand. Aufs Innigste verschmolzen ägyptische und afrikanische Elemente; prachtvolle Kunstwerke entstanden, und die kuschitischen Pyramiden ragten eindrucksvoll in den afrikanischen Himmel.
In den ägyptischen Museen von Berlin und München ist noch heute der kostbare Schmuck der Königin Amanshakheto zu sehen, ein einzigartiges Zeugnis dieser versunkenen Hochkultur. Der deutsche Ägyptologe Karl Richard Lepsius hatte bereits vor 150 Jahren Wundernswertes über die Pyramiden von Meroe berichtet. Doch diese Zeit musste fast vergehen, bis deutsche Archäologen mit der Erforschung des geheimnisvollen Reiches von Kusch beginnen konnten.
Nördlich der sudanesischen Hauptstadt Khartoum legen „Schliemanns Erben" in Musawwarat es-Sufra ein Pilgerzentrum und das zentrale Heiligtum der Kuschiten frei; in Naga, der Stadt in der Steppe, einst Residenz der Schwarzen Könige, finden sie einzigartige Bauwerke. Und erst das gewaltige Pyramidenfeld von Meroe! Es ist das größte der Erde, vor dem selbst die ägyptischen Pyramiden verblassen. „Schliemanns Erben" unternehmen eine aufregende Expedition in das größte Land Afrikas, das auch heute seine Geheimnisse nur zögernd preisgibt. Auf den Spuren der Schwarzen Pharaonen führen sie in eine atemberaubende Welt, die einzigartig und fast vergessen war: Botschaften einer versunkenen Welt.

Folge 06: Die Jagd nach dem verlorenen Wissen (1998)

Folge 06: Die Jagd nach dem verlorenen Wissen (1998)Das antike Samos hatte große Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Die einzige Quelle lag auf der anderen Seite des Berges Ampelos und konnte nicht genutzt werden. Da hatte der kluge Eupalinos eine phantastische Idee: Er ließ einen Tunnel von der Quelle bis hin zur Stadt bauen. Der Bau dieser Wasserleitung gilt heute als eine der hervorragendsten Ingenieurleistungen der Antike.
Niemand hätte am Ostrand der bolivianischen Anden einen Fürstensitz der Inkas vermutet. Doch auf dem Berg von Samaipata liegt das gewaltige „Fuerte del Inka". Der Ethnologe Albert Meyers, der hier forscht, bewundert die Inkas als Lehrmeister im sorgfältigen Umgang mit der Natur.

Folge 05: Der Fluch der Skythen (1998)

Folge 05: Der Fluch der Skythen (1998)Immer wieder brachte Asien neue Völkerschaften hervor -- neben den Hunnen, Awaren und Mongolen auch die Skythen. Die Skythen waren ein kriegerisches Volk, aber auch hoch begabte Künstler, deren phantasievolle Schöpfungen den Einklang der Menschen mit der Natur widerspiegeln. „Schliemanns Erben" macht sich in Armenien und Georgien auf die Suche nach dem geheimnisvollen Reitervolk.

Folge 04: Die Botschaft der versunkenen Städte (1998)

Folge 04: Die Botschaft der versunkenen Städte (1998)Und wieder entschlüsseln deutsche Archäologen Botschaften aus der Vergangenheit, die wegweisend für unsere Zukunft sein können. Fragen nach den frühen Entwicklungen von Mensch und Umwelt halten überraschende Antworten bereit. Wenn es sein muss, gehen Archäologen auch schon mal in die Luft. Im Oman sind sie auf der Suche nach dem sagenhaften Kupferland Makan, dessen Exporte vor 4000 Jahren für ihre Qualität berühmt waren. Von oben entdecken sie Spuren unter der faltigen Erde, Spuren von Menschen und versunkenen Städten.
Was macht die Archäologen des Bergbaumuseums Bochum so sicher, dass hier - im Oman - das geheimnisvolle Makan lag? Der Film begleitet die Arbeit von Professor Weisgerber, der neben dem Augenschein aus der Luft auch alten mesopotamischen Keilschriften vertraut. In vielen Jahren folgte er den Hinweisen auf den Tontafeln und ist überzeugt: Makan lag im Bergland von Oman.

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